Diplomarbeit
Da ist sie - meine Diplomarbeit mit dem Titel "Studentische Bewegungen als Form des sozialen Protestes - Ein Vergleich der hochschulpolitischen Ziele der Studentenbewegung von 1968 und 1999".
Ich habe die Arbeit nicht wesentlich nachbearbeitet, es sind lediglich ein paar personenbezogene Daten wie meine Matrikelnummer rausgenommen worden. Ich habe lange überlegt, ob ich die Arbeit nicht anpassen sollte, aber da es hierbei vor allem darum geht zu zeigen, wie eine Diplomarbeit aussehen kann und wie sie bewertet wird, fand ich es nicht sinnvoll größere oder kleinere Änderungen vorzunehmen.
Die Arbeit behandelt eine Auswahl von Theorien zu den neuen sozialen Bewegungen, darunter den Ansatz der Ressourcenmobilisierung, das Konzept der politischen Gelegenheitsstrukturen, den Ansatz des Framings, das Konzept der kollektiven Identitäten und den Rational-Choice-Ansatz. Das nachfolgenden Kapitel beschreiben die Studentenbewegung von 1968 und 1999, wobei gerade bei der 99er-Bewegung auf Zeitschriften und Zeitungsartikel eingangen werden mußte. Das dritte Kapitel umfasst den Vergleich der beiden Bewegungen, wobei zu nächst die Frage beantwortet wird, ob es sich überhaupt um soziale Bewegungen im Sinne der Definition von Raschke handelt. Danach werden die aus den Theorien ausgearbeiteten Indikatoren auf die Bewegungen angewandt.
Die schriftliche Arbeit ist von beiden Prüfern mit einer 2,0 (gut) bewertet worden. Begründet wurde diese Note damit, dass teilweise der rote Faden in der Arbeit fehlt (vor allem durch zu hochgesteckte Ziele), dass bei der 68er Bewegung klischeehafte Äußerungen vorgenommen wurden und in es grammatikalische und orthographische Fehler gibt. Außerdem wurde die Gleichsetzung der Theorie der rationalen Wahl mit den anderen theoretischen Ansätzen stark bemängelt. Positiv ist die komprimierte Darstellung der Enstehungsgeschichte von studentischen Protest zu nennen und die Hervorhebung der Theoriebildung sowie die gute Zusammenfassung dieser. Leider kann ich nicht mehr zur Begründung der Note schreiben, da ich die Begründung aus meinem Gedächnis rekonstruiere - aus dem was mir nach der mündlichen Prüfung zur Arbeit genannt wurde.
Studentische Bewegung als Form des sozialen Protestes von Helena Morzuch steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
Falls jemand die Arbeit weiterschreiben oder korrigieren möchte und dabei Hilfe braucht, stehe ich gerne zur Verfügung. Auch Fragen, Anregungen und Meinungen zu meiner Arbeit interessieren mich brennend, scheut Euch also bitte nicht mir eine Mail zu schicken. Ich freue mich darauf.
Tipps und Tricks zum Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit
An dieser Stelle gibt es eine Sammlung von Dokumenten und Links, die mich in meiner Zeit des Schreibens weiter gebracht hat.
1. Programm
OpenOffice.org ist sowohl eine Office Suite, die auf vielen Betriebssystemen und in zahlreichen Sprachen verfügbar ist, als auch ein Open-Source-Projekt, in dem viele zumeist ehrenamtliche Mitglieder das Produkt immer weiter verbessern und unterstützen.
Offizielle Webseite von OpenOffice
Grundlagen, Tipps, Tricks und Vorlagen finden sich im Wiki der OpenOffice-Seite.
Werner Roth hat eine sehr gute Anleitung zu den Vorlagen und den Textsteurungselementen geschrieben. Diese findet sich hier. Die Anleitungen beziehen sich auf OpenOffice und Staroffice.
2. Literaturrecherche
Zu diesem Thema habe ich im Zuge einer Schreibwerkstatt 2007 einen Reader verfasst. Dieser bezieht sich vor allem auf Duisburger Universitätsbibliothekt und die Stadtbibliothek. Allerdings ist der Reader in vielen Bereichen auf andere Regionen übertragbar, vor allem die Internetrecherche.
Außerdem gibt es dazu einen Leitfaden von Melanie Diermann, Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaften der Universität Duisburg-Essen.
3. Schreibtrainer
Die Universität Duisburg-Essen bietet einen Online-Schreibtrainer an. Schreibwerkstätten und Seminare werden meines Wissens an jeder Hochschule angeboten, zum Teil sind sie aber nicht so gut beworben, so dass in den Sekretariaten, in der Universitätsbibliothek oder an allgemeinen Informationspunkten nachgefragt werden muss.
4. Leitfäden zum wissenschaftlichen Arbeiten
An dieser Stelle werden drei Leitfänden angeboten. Es ist sicherlich sinnvoll sich für einen zu entscheiden und sich nach diesem zu richten. Auswahlkriterien dafür können der Schreibstil, die Verständlichkeit und die Informationsfülle sein.
Leitfaden des Institut für Politikwissenschaften (Universität Duisburg-Essen)
Anleitung zur Expose-Erstellung von Werner Stangl
5. allgemeine Hinweise
Holger Matthes hat allgemeine Hinweise, Tipps und Tricks gesammelt und auf seiner Internetseite zur Verfügung gestellt. Tipps zum Schreibprogramm sind dort vor allem Mircosoft Office lastig.
Nun noch ein paar Worte von mir. Es ist hilfreich verlässliche Korrekturleser zu haben, am besten hat sich bei mir die Kombination eines Fachfremden und eines Fachvertrauten herausgestellt. Beide sollten auch auf Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Formatierungsfehler achten und auf die Verständlichkeit des Textes und die Richtigkeit der Gedanken und Schlussfolgerungen. Dabei kann gerade die Diskrepanz zwischen der Meinung der fachfremden Person und der Person, die mit dem Inhalt des Themas vertraut ist, sehr hilfreich und aufschlussreich sein.
Nun noch ein Text zu den Bewertungskriterien einer wissenschaftlichen Arbeit von Klaus F. Lorenzen.