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Wildcards innerhalb der Bash

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Wildcards innerhalb der Bash

2010-04-05 01:09 (26 Kommentare)

In diesem Artikel dreht sich alles um Wildcards oder die so genannten Joker. Der Begriff Wildcard ist der Poker-Sprache entlehnt. Dort ist es der Begriff für den Joker. Die Karte also, die alle Werte annehmen kann - zumindest je nach Spielvariante. Aber Poker ist eh nicht so meine Stärke. ;)

Zurück zu den Wildcards in der Bash - die bekannten Joker sind ? und *. Das Fragezeichen steht für genau ein Zeichen, dass ersetzt werden soll. Das Sternchen hingegen steht für beliebig viele Zeichen, die ersetzt werden sollen.

Ein Beispiel mit den find-Befehl.

helena@helena-home:~/Dokumente$ find *.txt
pakete.txt
helena@helena-home:~/Dokumente$ find ?.txt
find: "?.txt": No such file or directory
helena@helena-home:~/Dokumente$

In dem Ordner Dokumente ist nur eine Textdatei vorhanden. Mit dem * im Befehl findet er auch genau diese Datei. Anders sieht das beim ? aus. Das liegt daran, dass das Fragezeichen nur eine Zeichen ersetzt, das Wort pakete hat aber mehr als ein Zeichen. Es hätte also eine Datei sein müssen, die  beispielsweise x.txt heißt, die also nur ein Zeichen vor dem .txt hat.

Was wäre aber jetzt gewesen, wenn ich mir nicht sicher gewesen wäre, ob ich die Datei als Text-Dateien abgespeichert habe oder als html. Wie wäre ich dann vorgegangen?
In diesem Fall setzt man die Dateiendungen in geschwungene Klammern.

helena@helena-home:~/Dokumente$ find *.{txt,html}
pakete.txt
find: "*.html": No such file or directory
helena@helena-home:~/Dokumente$

Die Text-Datei wird gefunden und da es keine html-Datei gibt, sagt mir die Bash das auch. So kann ich also mehrere Endungen verwenden. Das Komma dient hierbei als Trenner zwischen den Suchwörtern. Natürlich kann man die geschweiften Klammern auch innerhalb des Dateinamens einsetzen, um beispielsweise unterschiedliche Schreibweisen zu suchen. Die Klammern können also an jeder Stelle des Suchwortes eingefügt werden.

Neben den geschweiften Klammern können auch eckige Klammern verwendet werden, um bestimmte Varianten eines Suchwortes suchen zu lassen. Bei den eckigen Klammern gibt es mehrere Möglichkeiten, sie zu verwenden. Beginnen wir mit einem einfach Beispiel:

helena@helena-home:~/Dokumente$ find [pta]akete.txt
pakete.txt
helena@helena-home:~/Dokumente$

Ich habe dem find-Befehl gesagt, dass er mir alle Textdateien zeigen soll, die entweder mit p, t oder a beginnen und im nachfolgenden akete.txt heißen. Es wäre also möglich gewesen, dass pakete.txt, takete.txt und aakete.txt gefunden werden, da es aber nur die Datei pakete.txt gibt findet er auch nur diese. Wird die eckige Klammer also so verwendet, wird nur einer der drei Buchstaben verwenden und nicht eine Kombination der drei Buchstaben die in Klammern stehen. Es wird also nur ein Zeichen ersetzt.

Man kann auch einen Bereich definieren, der ersetzt werden soll. Dafür benötigt man das Bindestrich-/Minus-Zeichen. Schreibe ich also [a-z] findet er alle Wörter, die mit a,b,c,d,e,f,g,...,x,y,z beginnen und akete.txt enden.

helena@helena-home:~/Dokumente$ find [a-z]akete.txt
pakete.txt
helena@helena-home:~/Dokumente$

Es wird wieder nur die eine vorhandene Datei gefunden. Suche ich jetzt mit [A-Z], hätte das Ergebnis zu einem früheren Zeitpunkt anders ausgesehn und er hätte die Datei pakete.txt nicht gefunden. Er findet sie aber:

helena@helena-home:~/Dokumente$ find [A-Z]akete.txt
pakete.txt
helena@helena-home:~/Dokumente$

Das liegt daran, dass die eckige Klammer von der Bash aufgelöst wird, die in diesem Fall nicht mehr case sensitiv arbeitet, sondern keine Unterscheidung zwischen Groß- Und Kleinschreibung macht.

Außerdem kann man Suchbereiche in eckigen Klammern negieren, also sagen, dass nach diesen Buchstaben nicht gesucht werden soll. Dazu benutzt man das Ausrufezeichen. Beispiel:

helena@helena-home:~/Dokumente$ find [!a-z]akete.txt
find: "[!a-z]akete.txt": No such file or directory
helena@helena-home:~/Dokumente$

In diesem Fall soll also kein Buchstabe aus dem Alphabet genommen werden, demnach wird auch keine Dateien gefunden. Man kann auch mehrere eckige Klammern benutzen, um beispielsweise Dateiendungen in unterschiedlicher Schreibweise zu finden. Ich könnte also auch nach *.[tT][xX][tT] suchen lassen, dabei würde aus jeder Klammer immer ein Zeichen verwendet werden. Die Kombinationsmöglichkeiten sind in diesem Fall txt, txT, tXt, tXT, Txt, TXt und TXT (hab ich eine vergessen? Sogar zwei - TxT und ?? - Danke Tino).

Es besteht auch die Möglichkeit Zeichen zu maskieren. Das Maskieren oder quoting kann in unterschiedlichen Fällen sehr sinnvoll sein. So bin ich es von Windows-Nutzern gewohnt, dass sie Leerzeichen in der Benennung von Dateien benutzen. Die Bash interpretiert Leerzeichen aber standardmässig als Trennzeichen von Befehlen oder Dateinamen. Es ist also erstmal nicht möglich Dateien mit Leerzeichen im Namen zu finden. Um das zu können, muss ich das Leerzeichen maskieren. Ich sage der Bash also nimm dieses Leerzeichen als Leerzeichen und nicht als Trenner. Das geschieht folgendermassen:

helena@helena-home:~/Dokumente$ find test\ test.txt
test test.txt
helena@helena-home:~/Dokumente$

Würde ich nun nach *.txt suchen, würde find mit pakete.txt ausgeben und test test.txt ausgeben. Mit der Autovervollständigung durch die Tabulatortaste käme ich aber nicht weiter. Auch das Löschen der Datei ohne Maskierung würde nicht funktionieren.

Möchte man einen ganzen Abschnitt maskieren, so verwenden man einfache Anführungszeichen (' '). Wenn man hingegen möchte das $-Zeichen, der Backslah \ und die rückwärtigen Hochkommata (``) weiterhin normal von der Bash interpretiert werden, verwendet man doppelte Anführungszeichen (" "). Die rückwärtigen Hochkommata dienen der Ausführung von Befehlen. Es handelt sich hierbei um Befehlssubstitutionen. Wenn ich beispielweise einen Befehl wie echo mit einem weiteren Befehl ohne Hochkommata ergänze, wird echo mir einfach das Wort wieder geben. Beispielsweise echo uname:

helena@helena-home:~/Dokumente$ echo uname
uname
helena@helena-home:~/Dokumente$ echo `uname`
Linux
helena@helena-home:~/Dokumente$

Setze ich es aber in rückwärtige Hochkommata wird der Befehl uname als solcher ausgeführt und es erscheint Linux als mein Betriebssystem. Eben das was der Befehl uname abfragt.

Das wäre es erst mal zu den Wildcards und der kleinen Erweiterung, die ich ausgeführt habe. Bei Fragen, Anmerkerungen, Fehlerkorrekturen oder ähnliches freue ich mich über einen Kommentar von Euch!

Nachtrag: Ich habe hier viel mit dem find-Befehl gearbeitet ohne dabei Optionen zu benutzen. Das ist nicht wirklich vollkommen korrekt, vor allem da der find-Befehl relativ mächtig ist und mehr durchsucht als den angegebenen Ordner. Die Beispiele können auch mit dem Befehl ls durchgegangen werden, der nur den angegebenen Ordner durchsucht. Ich habe mich aber trotz allem für diesen Befehl entschieden, um einen weiteren und neuen Befehl einzuführen.

Quellen: Michael Becker Tutorial 
Wikipedia-Artikel 'Wildcards
Wikipedia-Artikel 'Wildcards (Poker)'
Wiki-Eintrag bei Ubuntuusers 'Bash'
Mathias Grote 'Bash'

Besonderer Dank gilt den Supportern und fleißigen Helferlein im Ubuntuusers-Forum, die mir erklärt haben, warum der find-Befehl nicht case-sensitiv arbeitet bzw. wo mein Problem lag. Außerdem gilt er auch Leo Unglaub, der mir die Substitutionen super erklärt hat.

In eigener Sache verweise ich an dieser Stelle auf meinen Aufruf zu einer Lerngruppe. Wäre schön, wenn sich noch der ein oder andere finden liesse.

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Kommentar von Leo Unglaub | 2010-04-04

Hallo,
ein wirklich super Artikel. Habe ihn gleich meinen 2 Kollegen weitergeschickt. Jaja, es sind immer diese Kleinigkeiten die einem das Arbeiten im Alltag so vereinfachen. Dieser Artikel gehört definitiv dazu.

viele Grüße
Leo

Kommentar von Helena | 2010-04-04

Hey Leo,

vielen Dank. Das freut mich doch wieder sehr. :) Und nochmals vielen Dank für deine Hilfe!

Liebe Grüße
Helena

Kommentar von lineak | 2010-04-05

Netter Artikel, Danke!

Gruß lineak

Kommentar von Helena | 2010-04-05

Hey lineak,

danke! :)

Viele Grüße
Helena

Kommentar von lineak | 2010-04-05

Gleich mal einen Link im aktuellen UWR eingefügt.

Kommentar von Helena | 2010-04-05

*g* Dann weiß ich, was ich am Dienstag Korrektur lese. ;)
Danke Dir!

Viele Grüße
Helena

Kommentar von lineak | 2010-04-05

Dann muss ich einen guten Text schreiben.^^

Kommentar von Helena | 2010-04-05

Ehrlich finde ich besser. ;) Aber du machst das sicher schon. :) Außerdem lese ich ja nur Korrektur. Und den Text zum Artikel würde ich ja so oder so im UWR zu Gesicht bekommen. Also kein Grund zur Hektik. ^^

Kommentar von Tino | 2010-04-05

Im obigen Beispiel fehlen noch zwei Kombinationen: TxT und TXt (3^2 Kombinationen).

Sehr hilfreicher Artikel, vielen Dank.

Kommentar von Helena | 2010-04-05

Hallo Tino,

danke! Stimmt, dass habe ich doch in Statistik gelernt mit der Kombinatorik und so. Allerdings habe ich die zweite Kombination drin....

Vielen Dank für deine Hilfe und deinen Kommentar!
Viele Grüße
Helena

Kommentar von Tino | 2010-04-05

Ich sollte nächstes Mal 2 Mal überlegen bevor ich das schreibe, bin da auch nicht mehr so tief drin: Also es müsste lauten 2^3=8

ist doch schon etwas spät ;-)

Gute Nacht

Kommentar von Helena | 2010-04-05

Hey Tino,

da stimme ich dir voll zu. Es ist spät und ich bin auch alles andere als aufnahmefähig. Aber 2 hoch 3 ergibt definitiv ein anderes ergebnis als 3 hoch 2. ;) Aber mir ist das auch nicht aufgefallen...

Danke Dir - nochmal! :)

Nächtliche Grüße
Helena

Kommentar von Incognisable | 2010-04-05

Hallo Helena,
vielen Dank für deinen Artikel "Wildcards ..." auf Planet-Ubuntu.
Was ich allerdings in deinem Artikel vermisse, ist die numerische Anzeige von Dateien.

Backtick/Backquote in Verbindung mit der Bash, würde ich persönlich nicht mehr in der heutigen Zeit als Beispiel nehmen. Schöner finde ich die Notation: " $(command) ".

Welchen Grund hat das, dass Du das Kommando "find" statt "ls" in deinen Beispielen verwendest?

Gruss,
Incognisable

Kommentar von Moritz | 2010-04-05

Sehr guter Artikel. Wieder was gelernt :-)

Kommentar von Christian | 2010-04-05

Wirklich ein suuuper Artikel! Als ich vor ein paar Jahren von W32 auf Ubuntu umgestiegen bin war das was mir am meisten fehlte die Wildcard. Einem normalsterblichen Menschen kann man die RegExp nicht zumuten, es sei den man ist Ägyptologe.

Vielen Dank, gleich mal für später gebookmarked bei Delicious.

Kommentar von Helena | 2010-04-05

@ incognisable
Danke für deinen Kommentar.
Was meinst Du mit der nummerischen Anzeige von Dateien?
Backquotes oder rückwärtige Hochkommata finde ich durchaus immer noch zeitgemäss, allerdings kann ich dein Beispiel mit {} ergänzen. So da ich jetzt ca eine halbe Stunde dran saß, diesen Teil mitzuerklären und sich ein Rattenschwanz an Erklärungen nachzog, habe ich mich dagegen entschieden diesen Teil mit aufzunehmen. Aliase und Variablen kommen zu einem späteren Zeitpunkt und würden Einsteiger erstmal nur verwirren. Das möchte ich aber vermeiden.  
Ich habe den find-Befehl verwendet, um einen neuen Befehl einzuführen. Auch wenn find weit aus mehr als den angegeben Ordner durchsucht. Guter Grund?

@Moritz: Danke für deinen Kommentar. :)

Kommentar von Helena | 2010-04-05

Hallo Christian,

da ist mir beim Schreiben des einen Kommentars doch glatt deiner durchgegangen. ;)

Vielen Dank für deinen Kommentar. :) Freut mich immer wenn ich was hilfreiches 'aufs Papier' kriege.

Viele Grüße
Helena

Kommentar von Incognisable | 2010-04-05

Hallo Helena,
mit numerische Anzeige von Dateien meine ich, Dateien die mit einer Zahl beginnen.

$ touch 1.txt 2.txt 3.txt 123.txt a.txt b.txt c.txt abc.txt

" ls [0-9]*.txt " würde alle Dateien anzeigen, die numerisch beginnen. Variationen mit z. B. " ls [0-9].txt " etc. pp.
In der Administration von Servern sind Dateien nicht selten, die mit einem Datum beginnen ;)

Natürlich können Backtick (Badtricks) weiterhin genutzt werden, jedoch entsprechen Sie nicht mehr ganz der Zeit, selbst die SH bzw. die Korn-Shell können mit der neuen Notation problemlos umgehen. Im Hinblick auf Anfänger, ist es besser die einfache Schreibweise, die schliesslich bei einem Shell-Skript bzw. einem Shell-Einzler nicht unerheblich ist,
zu nehmen.

Ob der Befehl " find " als Einleitung für das Auflisten von Dateien optimal ist, habe ich nicht bewertet, für mich hat sich die Frage gestellt, warum " find " genommen wird.

Persönlich hätte ich für das Auflisten von Dateien " ls " genommen, damit ein Gefühl für die Verzeichnisstruktur entsteht, grade dessen sollten sich Anfänger bewusst sein, somit wäre dann der folge Befehl " find " verständlicher.

So long,
Incognisable

Kommentar von Stefan Wagner | 2010-04-09

Ich habe mich auch gefragt was find hier soll, welches ja als ersten Parameter i.d.R. ein Verzeichnis erwartet. Die Erklärung finde ich schlecht.

Die Beispiele sind auch nicht so einleuchtend, wenn es nur eine Datei pakete.txt gibt, die gefunden oder nicht gefunden wird.

Etwas mehr Mühe in die Beispielfälle kann man sich schon geben, ich biete z.B.

Code:

 
sand.txt
tand.txt
stand.txt 

ls [st]and.txt 

Das Gruppenbilden wurde offenbar nicht richtig erklärt. Es ist auch nicht sonderlich einleuchtend oder in Übereinstimmung mit anderen Computererfahrungen. Die Buchstaben sind aAbBcC...zZ sortiert, so daß

Code:

 
touch {a,A,z,Z}x 
ls [a-z]x 
out > ax  Ax  zx
ls [A-Z]x 
out > Ax  zx  Zx

liefern wird - ein Umstand, den man mit einer pakete.txt freilich nicht rausfindet.

Backticks sind nicht schöner, und das ist nicht der Grund sie zu begrüßen, sondern sie lassen sich nicht gut schachteln, und je nach Zeichensatz sind sie auch schlecht von Apostrophen zu unterscheiden, weshalb man nur noch das Muster $(Befehl 1 $(Befehl 2)) verwenden sollte.

Das Maskieren von Zeichen würde ich nicht "Möglichkeit" sondern "Notwendigkeit" nennen, aber ich bedanke mich sehr 'maskieren' und nicht 'escapen' gelesen zu haben.

Man hätte - falls man Umsteiger aus der Windowswelt mitansprechen will - darauf hinweisen können, daß der Stern an beliebiger Stelle im Dateinamen auftauchen kann, während i.d. Command.exe-Shell und ihren Vorläufern nur der Rest des Dateinamens oder der Rest der Erweiterung gesucht werden kann, nicht der Anfang oder die Mitte.

Beispiel:

Code:

 
ls pak*.tx* # ok 
ls *ete.*xt # nur mit Linux-Shells
ls pa*e.t*t # auch nicht mit Dos/Win 

Ich hoffe meine Codetags werden von der Blogsoftware aktzeptiert - bye

Kommentar von Helena | 2010-04-09

Hallo Stefan,

danke, dass du meinen Artikel mit deinen Beispielen und Anmerkungen ergänzt hast.

Ich denke, dass die Meinungen zu den Backtickets und deren Verwendung einfach geteilt ist. Du verfolgst eben einen anderen Ansatz als ich. Ob der nun richtiger oder besser ist, mag ich so nicht beurteilen. Aber so haben Leser des Artikels die Möglichkeit deine Beispiele als Ergänzung zu lesen.

Ob ich mir mehr Mühe geben sollte oder ob etwas schöner ist, lasse ich unkommentiert im Raum stehen. Ich denke, dass die Kommentierung dieser Anmerkungen keinen Sinn hat.

Gruß Helena

Kommentar von Leo Unglaub | 2010-04-09

Hallo !
@Stefan: Ich weiß nicht was du gegen find hast. Es ist legetim es an dieser Stelle zu verwenden. Besonders in der Verwendung mit der Option -R.
Das andere was du da zu Unrecht bemängelst ist sehr theoretisch und hat in diesem Artikel nichts verlohren. Das ist eine Einführung ist das Thema. Erwarte bitte nicht von Helena irgend welche Ausschweifenden Erklärungen für Sonderfälle welche selbst in dicken Bash Bückern erst im Anhang X behandelt werden. Der Artikel ist super um einen Einstieg in die Materie zu finden und mehr will der Artikel auch gar nicht.
Viele Grüße
Leo

Kommentar von Stefan Wagner | 2010-04-10

@Leo: Was lernt man denn über find? Nichts, was nicht auch ls könnte. Wenn ich find lehren will, dann erwähne ich irgendwo, dass find rekursiv alle Unterverzeichnisse durchsucht, aber dazu wird nichts gesagt, wie auch nichts zu all den anderen find-Optionen gesagt wird.

Das ist ja völlig in Ordnung, wenn ich find gar nicht erklären will, sondern Shellpattern, aber wieso dann find verwenden, und nicht ls? Es hat keinen Sinn.

Dagegen war die Behauptung

Das liegt daran, dass die eckige Klammer von der Bash aufgelöst wird, die in diesem Fall nicht mehr case sensitiv arbeitet, sondern keine Unterscheidung zwischen Groß- Und Kleinschreibung macht.

falsch. Wenn ich das erkläre, dann versuche ich es doch richtig zu erkären, und nicht falsch, und sage dann, daß das im Handbuch auf Seite X kommt. Die Erklärung, wie es wirklich ist, ist ja nicht länger oder schwieriger, sondern blos anders.

Oder was meinst Du mit "Das andere was du da zu Unrecht bemängels"? Ich habe meine Kritik konkret begründet, und bitte um ähnlich konkrete Kritik. Sonst müßte ich das als Schleimerei bewerten.

@Helena: "Ich denke, dass die Meinungen zu den Backtickets und deren Verwendung einfach geteilt ist." Ich denke nicht, daß die Meinung geteilt ist, sondern ich habe 2 Argumente genannt, die gegen Backticks sprechen, und Du hast diese Argumente weder angegriffen, noch widerlegt. Du hast auch kein anderes Argument genannt, daß dafür spräche doch Backticks zu verwenden.

Daraus erlaube ich mir zu schließen, dass Du keine Argumente hast, sondern nur die Gewohnheit, und dass Du nicht gewillt bist Deine Meinung zu überprüfen, und deshalb auf stur schaltest.

Das ist trotziges Verhalten, und steht Dir zu, aber eine Meinung ist es deswegen noch nicht. Du schreibst, Du hättest einen anderen Ansatz, aber was für ein Ansatz ist das?

Fakt ist, dass schlechte Angewohnheiten schwer auszutreiben sind, und wenn ich lese, wie Leute schlechte Angewohnheiten propagieren kritisiere ich das. Ja, ich kann es auch nachträglich kritisieren, wenn es sich bei den Leuten erstmal verfestigt hat.

Die Leute lesen es, schnappen es auf, und tragen es weiter, und immer mehr übernehmen schlechte Angewohnheiten und falsche Erklärungen, und wir können es hinterher in Foren und Chats mühselig korrigieren.

Aber hauptsache man hat seinen eigenen Geschmack durchgesetzt, und gezeigt, daß man sich von niemandem etwas sagen läßt. Dazulernen ist uncool.

Dass Du Dir viel Mühe gegeben hast will ich ja nicht in Abrede stellen. Aber wenn es hilfreich sein soll für Dritte, dann muß man leider in den sauren Apfel beißen, und die eigenen Vorlieben zurückstellen, und tun, was richtig ist.

Wenn dann immer noch Platz bleibt für eine eigene Note - bitte.

Ich habe für mein Beispiel oben,

Code:

and.txt
rand.txt 
sand.txt
stand.txt 
tand.txt

ls [st]and.txt 

noch zwei Dateien nachgetragen, die m.E. noch besser verdeutlichen, wie die Gruppierung mit eckigen Klammern arbeitet.

Kommentar von Helena | 2010-04-10

Hallo Stefan,

ich bin mit Absicht nicht auf den Argumente und Schlussfolgerungen eingegangen und ich werde es auch jetzt nicht tun. Ich denke, dass das auch schon im ersten meiner Kommentare zu deinem klar geworden ist, dass ich das nicht tun werde.

Vielen Dank für deine Ergänzungen und Anmerkungen.
Gruß Helena

Kommentar von Incognisable | 2010-04-10

Hallo Stefan,
die Frage nach dem was der Befehl 'find' hier soll,
ist eine ganz andere Fragestellung, wie die Frage
nach dem *WARUM*.

Dass Du den Sinn nicht verstanden hast, das es nicht
um 'find', 'ls' oder anderen Unix/Linux Befehlen geht,
sondern nur der Output zählt, der durch 'find' entsteht,
der sich im übrigen nicht durch 'ls' unterscheidet.

Das Thema, war schon in der Überschrift erkennbar
und es geht nach wie vor um Wildcards!

Deswegen habe ich den 'find' Befehl nicht bewertet,
obwohl ich mir ursprünglich etwas anders gewünscht habe.
Es ist nicht falsch den Befehl 'find' zu nehmen,
im nachhinein finde ich das sogar gut, dass Helena den
Befehl genommen hat, grade das hat es für mich
interessant gemacht, den Artikel weiter zu lesen!

Genau diese Beispiele, Stefan, die Du in den Kommentaren
hinterlässt, sind Beispiele, die abschrecken und in jedem
08/15 Blog/Wiki zu lesen sind. Diese Beispiele überfordern
sehr schnell Anfänger und bringen Sie an ihre
Frustationsgrenze, womit dann das Thema Wildcrads gestorben ist.

Die unkonventionelle herangehensweise an Wildcards durch Helenea,
finde ich lebendig, spannend, sogar ermutigend an das
Thema heran zu gehen. Helena hat es geschaft,
den Grad einer "schweren" Kost - interessant zu halten ;)

Deine beiden "Kritiken" Stefan, empfinde ich desktuktiv,
und bei genauerer Betrachtung der Kommentare von Dir,
sind diese widersprüchlich. Außerdem ist die Ebene auf
der Du diskutieren möchtest, sehr anmaßend, starr und
vorallem negativ provokant. Es erweckt in mir das
Gefühl, dass Du Helena auf eine bestimmte
Ebene ziehen möchtest - *plonk* (fällt mir nur dazu ein).

So lang and a nice day,
Incognisable

P.S. Helena, ich freu mich schon auf den nächsten Blog
von Dir und ich finde das der Schreibstil und Deine
motivierende Art eine Bereicherung für den
Planet Ubuntu ist.

Kommentar von Helena | 2010-04-10

Hallo Incognisable,

danke für deinen Kommentar und für die Komplimente. Der nächste Artikel ist zumindest hier im Blog online gegangen und wird in den nächsten Tagen in den Planeten verschoben werden.

Ich bin auf deine Anmerkungen gespannt. :)
Viele Grüße
Helena

Kommentar von Stefan Wagner | 2010-04-10

Meine Kritik, Incognisable, findest Du destruktiv?

Vielen Dank, aber auch das ist so ein ''finden'' aus dem Bauch heraus, ohne Beleg, weil ja ein Lesen meines Artikels genau das Gegenteil zeigt: Ich bringe Gegenbeispiele, kritisiere also konstruktiv. Aber bitte - Du empfindest das halt als destruktiv - dann muß es ja richtig sein.

Und was meinst Du mit ''auf eine bestimmte Ebene ziehen''? Ich will niemanden auf irgendwelche Ebenen ziehen, sondern lediglich etwas klar machen, wenn es geht überzeugen. Das scheint ja unerwünscht zu sein - mit Argumenten will man sich erklärtermaßen nicht befassen. Gut - womit sonst?

Meine Beispiele sind auch nicht schwierig, sondern vom geistigen Niveau her ungefähr Mengenlehre, 3. Klasse Grundschule.

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