Sie sind hier:

Noch ein Roman von Cory Doctorow

.

Noch ein Roman von Cory Doctorow

2010-04-15 15:36 (2 Kommentare)

'Upload' in deutscher Übersetzung

'Upload' ist meiner Meinung nach kein neuer Roman von Cory Doctorow. Übersetzt wurde dieser Roman von Michael K. Iwoleit. Bekommen könnt ihr ihn hier. Ich selbst habe ihn bisher noch nicht gelesen und werde deshalb erst später eine Buchvorstellung schreiben können. Aber es gibt wieder einen Auszug des Buches. Besonders an diesem Buch ist aber das es als Hörbuch erscheinen soll. Der Argon Verlag wird vom 26. April bis zum 16. Mai 2010 das Buch gegen eine Spende zur Verfügung stellen, dabei sollen 9000 Euro zusammengekommen. Wenn das gelingt, wird das Hörbuch ab Mitte Mai frei für alle verfügbar sein, wenn die angestrebte Spendensumme allerdings nicht erreicht wird, dann wird es das Hörbuch auch nicht geben und die PayPal-Konten, derjenigen die Spenden wollten werden auch nicht belastet werden. Ich persönlich bin gespannt, ob das klappen wird, aber es haben ja schon andere Projekte frei gekauft werden können. Das erinnert mich stark an einen Terry Pratchett Roman, in dem die freien Golems die unfreien Golems kaufen und in ihre Freiheit entlassen.

Nun aber zum versprochenen Auszug aus dem Buch 'Upload':

Ich hatte einmal einen Tai-Chi-Lehrer, der mir den Unterschied zwischen chinesischer und westlicher Medizin so erklärte: »Die westliche Medizin basiert auf Leichen, auf Dingen, die man entdeckt,wenn man tote Körper aufschneidet und zerlegt. Dagegen beruht die chinesische Medizin auf lebenden Körpern, auf Dingen, die man an vitalen, aktiven Menschen beobachten kann.« Wie jede gute Werbung ist diese Erklärung plakativ
und übertrieben, außerdem auch nicht sonderlich genau, aber sie bleibt hängen. Bleibt so hängen wie die eingängige Melodie eines Top-40-Songs, die einem in den Mittagsstunden,wenn die Welt aufgrund des eigenen Schlafmangels eine täuschend hyperreale Klarheit annimmt, durch den Kopf geistert. So wie jetzt, wo ich in Unterwäsche auf dem Dach einer Nervenheilanstalt am Arsch der Welt, jenseits der Route 128 hocke. Von der Dauerbaustelle Boston so weit entfernt, dass von hier aus bloß eine Staubwolke zu sehen ist, als wäre eine Büffelherde über die Prärie getrampelt.
So wie jetzt, wo ich mit einem Bleistift in der Nase dasitze, über eigenhändig durchgeführte Lobotomien nachdenke und mich frage, ob es nicht nett wäre, einen solchen Eingriff in meinem Schädel vorzunehmen.
Tief Luft holen.

...und weiterlesen gehen. Viel Spaß dabei. Falls das Buch vor mir jemanden durchgelesen hat und eine Besprechung schreiben möchte, der kann sich gerne bei mir melden.

Quelle: Gulli.com

Schlagwörter von diesem Beitrag

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von sgo | 2010-06-08

Vielen Dank für die Mitteilung! Werde mir das Buch gleich einmal anschauen... Übrigens wäre bei dem Wetter ein eBook-Reader ganz nett... Den Roman am PC lesen ist bei Sonnenschein aber auch bei warmen Sommerabenden echt doof und ausdrucken schlägt auch irgendwann ganz schön auf den Geldbeutel.

Kommentar von Helena | 2010-06-09

Hallo sgo,

da fällt mir ein. Ich wollte doch noch eine Buchbesprechung schreiben. Danke für die Erinnerung durch deinen Kommentar.

Viele Grüße
Helena

zum Seitenanfang