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Die Modeindustrie als Vorbild für eine freie Kultur?!

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Die Modeindustrie als Vorbild für eine freie Kultur?!

2010-05-28 12:15 (0 Kommentare)

Ist es möglich, dass es bereits eine Lösung für die Probleme der Content-Industrie gibt?

Die Content-Industrie oder auch die Content-Mafia sind die Industrien, die Inhalte produzieren - Bücher, Musik, Nachrichten und so weiter und so fort. Es ist die Industrie, die am meisten geschützt ist durch das Urheberrecht. Und es die Industrie, deren Umsatzzahlen rückgängig sind. Es sind die Industrien, die sich am stärksten und am lautesten über Piraterie beschweren und die für ihren Schutz allerhand Gesetze fordert.

Die Modeindustrie geht derweilen anders vor, zumindest in den USA. Dort ist es möglich, jedes Design zu kopieren. Die Designs an sich sind nicht geschützt, sondern die Logos der Hersteller. Das ist das einzige, das nicht mitkopiert werden darf. Aber ansonsten...kopier den Schnitt, kopier die Stoffe, kopiere einfach alles andere. Designer sagen zu diesem Vorgehen, dass es sie zu neuen Innovationen anspornt. Sie müssen etwas entwickeln, dass weniger leicht zu kopieren ist. Das fördert den Fortschritt.Sie sagen außerdem, dass wenn teure Designs von 'Billig-Modehäusern' kopiert werden, dass ihnen dadurch kein Schaden entsteht. Denn die Leute, die dort einkaufen, gehören nicht zu der Kundschaft von Gucci, Prada und dergleichen.

Jetzt ist das bei Büchern, Musik und Nachrichten ein etwas anderes Vorgehen. Die Zielgruppe ist durchaus größer und Bücher sind leichter für viele erschwinglich als ein 500$ Schuh. Aber das Kopieren, das Remixen, das Weiterverbreiten wird bestraft und das nicht zu knapp. Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass es weitaus lohnender ist jemanden abzumahnen als das derjenige sich das Buch, das Musikstück oder dergleichen kauft.

Ist der Ansatz der Modeindustrie ein Ansatz den andere industrielle Zweige vielleicht auch verfolgen sollten und könnten? Ich finde ja. Es ist es wert, darüber nachzudenken und zu schauen, was möglich ist.

Wer sich jetzt noch mehr für dieses Thema interessiert, dem sei dieses Video ans Herz gelegt. Johanna Blakley hält hier einen 15minütigen Vortrag zu genau diesem Thema. Es ist leider auf englisch und es gibt keine deutschen Untertitel. Vielleicht findet sich ja jemand mit besseren Englischkenntnissen als den meinen, der die Untertitel schreibt.

gefunden bei: Fefes Blog

Falls jemand die Reportage kennt, von der ich geredet habe, und zufällig einen Link hat, wäre ein Hinweis in den Kommentaren super. :)

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