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2011-04-25 12:29 (Kommentare: 3)

Übergang von Einleitung zum Hauptteil

Ich fühle mich gerade sehr an meine Schulzeit erinnert. Da hieß es immer ein Text besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Eine Regel, die ich nach den ganzen Jahren sehr verinnerlicht habe. Die größte Frage, die sich mir stellte, war immer was genau gehört in die Einleitung, was in den Hauptteil und was in den Schluss. Aber eigentlich greife ich damit schon einige Gedanken vor, denn bevor ich mir Gedanken zum Inhalt des Textes machen kann, muss ich mir Gedanken um meine Leser, das Thema, die Quellen und den roten Faden machen.

Also womit beginnt man?

Hauptteil

Ich schreibe Artikel zu Themen, die mich reizen. Ob nun ein besonders großes Interesse dahinter steckt, ein Auftrag oder schlicht das Bedürfnis etwas zu kommunizieren. Grundsätzlich hat man also erstmal eine wie immer geartete Motivation. Super, erster Teil erfüllt. Außerdem hat man damit auch ein Thema gefunden, über das man schreiben möchte.

Dann kommt die große Frage, für wen schreibe ich diesen Text? Für Experten - kann ich also einen Anteil an Wissen voraussetzen? Für Laien - demnach muss ich schauen, dass ich möglichst einfach und umfassend erkläre. Ich finde es besonders wichtig, dass man sich seine Leser vor Augen führt. Hier im Blog schreibe ich für eine mehr oder minder unbekannte Größe. Es können also sowohl Experten als auch Laien, die Texte lesen. Beide sollten sie verstehen, zumindest ist das mein Anspruch. In der Folge versuche ich selbst schwierige Sachverhalte einfach zusammenzufassen oder gebe Hinweise, wo man sich mit dem Themen näher auseinandersetzen kann.

Thema, Motivation und Adressat stehen, nun der rote Faden und damit auch wieder der Teil Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Die Einleitung ist im Fall dieses Artikels der Teasertext. Er gibt eine kurze Zusammenfassung, um was es sich in diesem Artikel handelt. Was erwartet den Leser also? Er kann direkt entscheiden, ob das interessant für ihn ist oder ob er sich diesen Schmarrn lieber sparen möchte. Hier "fängt" man also den Leser.

Der Hauptteil behandelt das eigentlich Thema, in diesem Fall Tipps und Tricks zum Verfassen von Artikeln - guter meiner Meinung nach. Meist gibt einem das Thema den roten Faden vor. Man hangelt sich also vom Anfang des Themas bis zu dessen Spitze durch den Text. Man überspringt keine Stellen, die wichtig sind für den Leser; man versucht nicht zu weit auszuholen, um den Leser nicht zu langweilen und immer am Thema zu bleiben. Der Hinweis auf meine Schulzeit ist so eine ausgeholter Teil dieser Geschichte. Ich finde ihn vertretbar, weil er am Thema bleibt und das Ganze möglicherweise ein wenig persönlicher macht. Außerdem hält man sich die ganze Zeit vor Augen für wen der Artikel gedacht ist, dadurch vergisst man hoffentlich nicht erklärende Elemente zu unterschlagen, weil ... das ist doch klar. Für dich als Schreiber mag das vollkommen klar sein, du hast dich ja auch mittlerweile einige Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt, aber ist das wirklich so verständlich und klar?

Sprünge im Text fallen einem seltenst selbst auf, trotzdem sollte man versuchen, den Text aus der Sicht eines unbeteiligten Dritten zu lesen. So kann man vielleicht schon den ein oder anderen Sprung aufdecken. Je länger man sich mit dem Thema und dem Text befasst hat, desto schwerer fällt einem das aber. Zumindest ist das bei mir so.

Der Schluss wiederum ist mehr oder minder die Zusammenfassung des bereits Geschriebenen. Er macht den Artikel rund. Hier können weiterführende Gedanken, Fragen oder sonstige Einfälle, wie ein Aufruf an die Leser Kommentare zum Thema da zu lassen, untergebracht werden.  Nur gehört in diesem Fall meine Ausführung zum Schluss noch in den Hauptteil meines Artikels - etwas verwirrend, was? Ich kennzeichne den Schluss des Artikels gleich, damit es auch dafür ein Beispiel gibt.

In diesem Beispiel geht es um Blogartikel, aber mehr oder minder kann man das Ganze auch auf andere Texte übertragen. Bei einer wissenschaftlichen Arbeit gibt es meist fünf Teile: Einleitung; drei Kapitel mit dem eigentlichem Thema, sie können aufeinander aufbauen oder als kleine Pyramide geschrieben werden (In diesem Fall gibt es zwei gleichwertige Kapitel, die die Vorbereitung für das dritte Kapitel sind); und das Fazit. Außerdem würde bei einem wissenschaftlichen Artikel keine mans im Text vorzufinden sein, was manchmal zu wirklich lustigen Satzkonstruktionen führt.

Beim den Artikeln für den Ubuntu Wochenrückblick habe ich ähnlich wie hier geschrieben, nur stark verkürzt. Außerdem bin ich grundätzlich von Laien ausgegangen, so dass die Texte möglichst niedrigschwellig waren. Außerdem wiederhole ich gerne die Überschrift im ersten Satz, bzw. gehe erstmal davon aus, dass diese nicht wirklich wahrgenommen wurde, so dass ich mich nie auf die Überschrift bezogen habe. Soll heißen, wenn dort Namen genannt wurden, habe ich sie im ersten Satz wiederholt, etc. Außerdem gibt es keine abschließende Beurteilung des Artikels, so dass man sich nachdem man alle wichtigen Informationen über die Neuigkeit verbreitet hat, still und heimlich vom Leser verabschiedet. Das liegt vor allem daran, dass es neutrale Artikel sein sollen.

Übergang von Hauptteil zum Schluss

Nun kommt ein weiterer schwieriger Teil, der Übergang von Hauptteil zu Schluss. Ich habe alles gesagt, was mir wichtig erscheint zu diesem Thema und nun muss das Ding rund gemacht werden. Den Leser quasi wieder entlassen, ohne das Gefühl, da fehlt doch noch was.

Schluss

Abschließend kann ich sagen, dass ich es besonders wichtig finde, dass man sich seinen Leser vor Augen führt und von vornherein ein grobes Konzept des Artikels hat, so dass der rote Faden von selbst erscheint. Sicherlich gibt es noch einige weitere wichtige Tipps, die ich ausgelassen habe, und wenn euch welche einfallen, würde ich mich über Kommentare freuen.

Nachtrag: Ich habe es mir hier schon besonders einfach gemacht mit dem Schluss. Abschließend ist ein tolles Wort um das Ende des Artikels einzuleiten. ;-)

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Kommentar von Dimanche | 2011-04-25

Hallo Helena!
So habe ich das noch nicht gesehen. Wie du weißt, schreibe ich das eine oder andere für den UWR oder für Ikhaya und habe mich da bei fast immer vom Bauchgefühl leiten lassen. Nun werde ich mal versuchen, deine Ratschläge zu beherzigen.
VLG Günther

Kommentar von Helena | 2011-04-25

Hallo Günther,

dein Bauchgefühl war doch bisher auch immer sehr gut. :-)
Aber ich freue mich, dass Dir der Artikel was bringt.

Liebe Grüße
Helena

Kommentar von Marc Reimann | 2011-04-26

Mal als Anregung fürs Internetseiten:
Am Anfang von Artikeln sollte eine kurze Zusammenfassung stehen MIT der Zentralen Aussage. Dann brauchen sich die Bequemen nur noch den Teil durchlesen und gut ist. Alle anderen, die sich für den Hintergrund interessieren oder mehr wissen wollen, können alles lesen.

So kommt man den Seitenbesuchern entgegen, die eh nur möglichst schnell ihre Informationen abgreifen wollen.

Ich muss zugeben, das sowas oft recht schwierig ist und man möchte ja, das die Leute das was man schreibt auch wirklich lesen weil man sich Mühe gegen hat... Aber wenn wir einmal an uns selber denken, würden wir uns da nicht auch freuen, wenn wir schneller wüßten ob wir den Artikel auch wirklich lesen wollen?

Viele Grüße

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