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26C3 - Here be Dragons

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26C3 - Here be Dragons

2009-12-27 12:46 (Kommentare: 3)

26. Chaos Cummunication Congress

Der Chaos Computer Club lädt in diesen Tagen zum 26. Mal nach Berlin ein. Weltweit findet ein Live-Streaming der Vorträge statt, unter anderem auch im Hörsaalzetrum in der Universität Duisburg-Essen (Campus Essen). Da bereits jetzt die ersten Folien und ähnliches zu erhalten sind, nutze ich diesen Anlass, um die Diskussion zu Internetsperren wieder aufzugreifen und auf einen interessanten Beitrag von Martin Haase hinzuweisen - Leyen-Rhetorik.

Es soll immer noch Menschen geben, die sich mit dem Thema Internetsperren noch nicht oder nicht ausführlich auseinandergesetzt haben, deshalb poste ich meine kleine Linksammlung zum Thema:

Es gibt viele weitere Links zum Thema und ich würde mich freuen einige davon in den Kommentaren wieder zu finden. Aber am wichtigsten finde ich das man sich mit dem Thema und den möglichen Folgen von Stoppschildern im Internet auseinandersetzt. Es gibt weitaus bessere Alternativen, auf die mittlerweile sogar die Bundesregierung gestoßen ist, nämlich Löschen der Seiten. Viele Organisationen haben dargestellt, wie mühelos dieses Vorgehen umzusetzen ist.

Ich verstehe die Sorgen und Ängste jeden Elternpaares, jedes Onkel, jeder Tante, Oma, Opa, jedem der sich mit dem Schutz von Kindern auseinandersetzt. Aber es geht hierbei nicht darum kinderpornographische Inhalte zu schützen und im Internet bestehen zu lassen - ganz im Gegenteil. Aber es geht um die Folgen, die diese Zensurinfrastruktur auf unsere Gesellschaft haben kann und vermutlcih auch haben wird.

Ich bin gespannt, was ihr noch so zum Thema zu sagen habt, aber denkt an die Regeln der Höflichkeit.

Nachtrag: Häufiger ist mir nun in persönlichen Kommentaren von Freunden und Bekannten aufgefallen, dass der name Zensursula nicht allzu geläufig ist. Für mich ist dieser Spitzname von Ursula von der Leyen, den sie sich wegen der Internetsperren in den Blogssphären verdient hat, vollkommen normal und alltagstauglich. Da ihn aber scheinbar nicht wirklich jeder kennt, kam hier nun die Erklärung dazu.

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Kommentar von Marc Reimann | 2009-12-27

Um es kurz zu machen:
Internetsperren helfen keinem. Was sinnvoll ist wäre eine direkte Verfolgung und Löschung der Rechtswiedrigen Seiten.
Das kann einfach und schnell erfolgen, wie viele Studien gezeigt haben.
Damit wären die Inhalte dann aus dem Internet und man kommt auch über Umwege nicht mehr an diese heran.
Gleichzeitig brauchen wir nicht alle Überwacht werden und unter generalverdacht gestellt werden.
(das ist nicht nur meine Meinung, das ist von führenden Beratern der BRD auch so propagiert worden... nur leider höhren die Politiker nicht immer auf ihre Fachkräfte)

Falls diese Sperren doch noch kommen sollten freue ich mich schon auf die verkürzten Links, die in Emails, Foren und Chats verbreitet werden und die einen zu solchen Stopschildern bringen.
Was wie ein Scherz anfängt wird dann bald ernst, da die Leute die auf sowas klicken dann irgendwann zu häufig auf solchen Seiten auftauchen und dann unter verdacht stehen.
Gerade der Berufszweig Webdesigner wird dann bald mehr als gefährlich, da in solchen Foren oft Links zu finden sind wo man erst mal einfach drauf klickt...

'Schöne neue Welt' kann ich dazu nur sagen.

Viele Grüße

Kommentar von dispy | 2009-12-27

Die Infrastruktur des Internets ist nicht auf irgendeine Zensur der Inhalte ausgelegt und wird das in Zukunft auch nicht sein. Vergesst Vorratsdatenspeicherung und Internetsperren, wer dran will kommt trotzdem dran.
Was wir nicht brauchen:
- Politiker, die sich durch die Medien dirigieren lassen
- Millionenlasten, die kleinere Provider, die nicht Telekom heißen, Probleme bereiten
- Verletzung des Grundgesetzes
- hemmungslose Zensur

Alternativ könnte man auch die Quelle des Übels angehen, statt aufwändig die Folgen zu bekämpfen. Sprich seine Kinder wieder selbst und verantwortungsvoll zu erziehen, und weniger Toleranz in der Gesellschaft gegenüber Abnormalitäten zeigen.

Rein technisch gesehen: Die in Deutschland ansässigen Suchmaschinen (wenn vorhanden) müssten doch komplett pädophil sein, so häufig, wie das BKA Meldungen von ihnen kriegt (stichwort Crawler ;D )

MfG

Kommentar von laserman | 2009-12-27

Martin Haase hatte auch letztes Jahr einen guten Vortrag:
Neusprech im Überwachungsstaat
http://video.google.com/videoplay?docid=-343934689018248257#

Natürlich finde ich Zensur schlimm.
In vielen Schulen wird der Filter "Time for Kids" eingesetzt.
In der Voreinstelllung dieses "Jugendschutz" Proxy werden auch Blogs, Foren und politische Seiten gesperrt !

In einem RC-Helicopter-Forum wurde ich Opfer von Zensur: isch sollte den link zur piratenpartei entfernen, weil das politisch ist. Der admin hatte keine Lust mit mir darüber zu reden. Seit dem schreibe ich da nix mehr. Es gubt noch genug andere gute Foren zu diesem Hobby.

Schlimmer finde ich aber die Vorratsdatenspeicherung.
Alle Bürger unter Generalverdacht. 24 Stunden/Tag, 365 Tage/Jahr. unefristet, EU-weit und auch in vielen weiteren "demokratischen" Ländern.
Viele Daten werden gesammelt und bieten die Möglichkeit für vielfältigen Missbrauch.

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